Kleinere Kinder sitzen vor einem Lernbildschirm
Digitale Medien in der frühen Kindheit

29.05.2018

Von klein auf kommen Kinder in Berührung mit unterschiedlichen Medien. Das Interesse der Kleinsten, besonders für digitale Medien, wird früh geweckt, sehen sie diese doch im Familienalltag.

Chancen digitaler Medien und Medienkompetenz

Die Nutzung digitaler Medien bietet Chancen: vielfältige Lernmöglichkeiten, alternative Methoden der Wissensvermittlung oder neue Wege, kreativ zu werden. Medien tragen zur sprachlichen Bildung bei: Bibi Blocksberg oder Bob der Baumeister – „Medienhelden“ faszinieren Kinder. Sie nehmen oftmals einen wichtigen Platz im Leben ein und laden zu Kommunikation und Austausch zwischen Kindern und Erwachsenen ein.

Gerade weil Medien so faszinierend auf Kinder wirken, ist der frühe Erwerb von Medienkompetenzen wichtig, um einen „bewussten, kritisch-reflexiven, sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Medien“ zu erlernen, beschreibt der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan.

Umso gestärkter ein Kind in seiner Medienkompetenz, desto eher können Risiken abgeschätzt und Chancen genutzt werden.

Empfehlungen zur digitalen Mediennutzung

• Kinder brauchen mediale Vorbilder. Während es für ein Bilderbuch nie zu früh ist, wird die Nutzung digitaler Medien in der Regel bei Kindern nicht vor dem 3. Lebensjahr empfohlen.

• Treffen Sie eine Vorauswahl alters- und entwicklungsgerechter Medieninhalte.

• Kinder brauchen Begleitung und Unterstützung von Erwachsenen, um Erfahrungen und Erlebnisse mit Medien gut verarbeiten zu können.

• Stellen Sie klare Regeln zu Mediennutzungszeiten und -dauer auf. Medienkonsum ist kein Erziehungsmittel und sollte nicht als Belohnung bzw. der Entzug nicht als Strafe genutzt werden.

• Spielen, Toben, frische Luft: Die Nutzung digitaler Medien sollte nur eine Tätigkeit im Gros verschiedenster Beschäftigungsfelder eines Kinderalltages sein. Medien bieten Chancen, sollten aber immer reflektiert und zielgerichtet genutzt werden.

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