Ergotherapie – was ist das eigentlich?

27.11.2015

Foto: © Max Mustermann

Ein eigenes Kind ist das Kostbarste, was einem geschenkt werden kann. Doch manchmal machen sich beim Kind Schwächen bemerkbar, die Eltern verunsichern können. Die Angst, dass das Kind im Alltag, zum Beispiel im Kindergarten oder in der Schule, zum Außenseiter wird, ist begründet.

In solchen Phasen des Lebens können Ergotherapeuten helfen. Durch die weitgefächerte Ausbildung eines Ergotherapeuten kann eine ergotherapeutische Behandlung bei Entwicklungsverzögerung, Störung der Koordination, motorischen Problemen im Alltag z.B. das Zubinden der Schuhe, geringes Selbstwertgefühl, starker oder fehlender Bewegungsdrang und Probleme in der Schule (z.B. Konzentration, Lesen und Schreiben) eingesetzt werden.

In der Behandlung werden sehr viele Geräte zur Sinneswahrnehmung, wie Rutsche, Schaukel und Bohnenbad, sowie kind- und entwicklungsbezogene Materialien – Kugelbahn, Brettspiele, Balanciergeräte eingesetzt.

Die Ergotherapie, die von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen nach ärztlicher Verordnung übernommen wird, kann dem Kind helfen seine Schwächen zu reduzieren. Oft reichen wenige wöchentliche Therapieeinheiten aus, um sichtbare Erfolge zu sehen.

Neben der Lerntherapie, Konzentrationstraining, Verbesserung im motorischen Bereich, sowie der sensorischen Integrationstherapie kommt öfter CO-OP in der Ergotherapie zum Einsatz. Diese Behandlungsmethode wird ab dem Kindergartenalter angewendet. Der Therapeut legt mit den Eltern, den Erziehern/ Lehrern und dem Kind die Therapieziele fest, die ihnen besonders wichtig sind. Durch das Miteinbeziehen des Kindes bei der Zielsetzung wird durch Selbstkontrolle an Hand einer Checkliste das Kind motiviert und es hat ein schnelles Erfolgserlebnis.

Neben der klassischen Ergotherapie werden ergänzend Beratungen und Kurse in den Praxen angeboten. In den Babymassagekursen gehen die Therapeuten oft nochmal auf das Handling zum Beispiel beim Tragen oder Wickeln vom Baby ein. Beim Babyturnen werden alle Sinne geschult, und sinnvolles – weniger ist mehr – Babyspielzeug besprochen.

Ein weiteres Ziel ist es die Eltern zu motivieren, auch in späteren Entwicklungsphasen der Kinder, Unterstützung, wie bei Fragen der Händigkeit, beim Ergotherapeuten zu suchen.

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Monika Hertel
Autorin:
Monika Hertel ist staatlich anerkannte Ergotherapeutin mit einer eigenen Praxis in Groß-Bieberau. Sie ist Mutter von drei Kindern.
http://www.ergo-kopf-fuss.com/

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