Cranberries

Foto: © pixabay.de

Omas Hausmittel bei Harnwegsinfekten

28.11.2018

Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, übelriechender Urin: typische Symptome eines Harnwegsinfektes. Der häufigste Auslöser bei Kindern sind Darmbakterien, meist E.coli, die über die Harnröhre in die Blase aufsteigen. Es kann aber auch andere Auslöser geben.

Begünstigend für die Entwicklung eines Harnwegsinfektes wirken:
• Unterkühlung der unteren Extremitäten und des Beckenbereichs, z.B. nach einem Schwimmbadbesuch oder einer nassen Unterhose nach einem „Pipi-Unfall“
• akuter Magen-Darm Infekt
• psychische Spannungszustände
• Fehlbildungen im Bereich der Harnröhre, des Harnleiters oder der Blase

Im Falle eines unkomplizierten Harnwegsinfektes können Omas Hausmittel wunderbar Abhilfe schaffen:

Eukalyptusöl-Kompresse
Hierzu mischt man für Säuglinge und Kleinkinder zehn Tropfen eines reinen ätherischen Eukalyptusöls mit 50 ml Mandelöl, um auf diese Weise eine 1 %-Lösung zu bekommen. Davon geben Sie 20 Tropfen (Säuglinge und Kleinkinder) 40 Tropfen (Schulkinder) auf ein etwa 10 x 10 cm großes Tuch und legen dieses auf die Blasenregion. Mit einem weiteren Tuch oder kleinem Handtuch abdecken und darauf eine Wärmflasche legen. Die Kompresse kann auch über Nacht aufliegen und ein- bis zweimal täglich wiederholt werden.

Zwiebelsocke
Eine Zwiebel schälen und zwei 0,5 bis 1 cm dicke Scheiben abschneiden, bei Bedarf etwas anwärmen und auf die Fußsohlen legen, mit einem engen Socken oder eine Mullbinde befestigen, ein weiteres Paar dicke Socken überziehen und mit einer Wärmflasche an den Füßen ruhen. Der leicht reizende Zwiebelsaft führt zu einer Mehrdurchblutung der Haut, was sich schmerzlindernd und krampflösend auf den Urogenitalbereich auswirkt. Nicht für Kinder unter 6 Monaten geeignet, nur bei intakter Hautoberfläche anwenden.

Preiselbeer-/Cranberrysaft
Ähnlich wie die Preiselbeere enthält auch die Cranberry sogenannte Proanthocyanidine, die die Bakterien in den Harnwegen daran hindern, sich an den Schleimhautwänden festzuhaken – sie werden somit leichter mit dem Urin ausgespült.
Schulkinder können 25-50 ml, Kinder bis 6 Jahre 15-30 ml täglich verteilt auf drei Portionen nach dem Essen trinken. Der Muttersaft kann 1:1 mit Wasser oder Apfelsaft verdünnt werden.

Kommen krampfartige Schmerzen, hohes Fieber oder blutiger Urin hinzu, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Haus- oder Kinderarzt. Insbesondere bei Säuglingen treten Harnwegsinfekte häufig unbemerkt auf – daher sollte man bei unklarer Fieberursache immer an Harnwegsinfekte denken und den Kinderarzt aufsuchen.

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Corinna Weber

Autorin:
Corinna Weber ist Mutter zweier Kinder und Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Groß-Umstadt 
http://www.cw-naturheilpraxis.de

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