Mädchen im Homeschooling
Rückblick auf ein Jahr Homeschooling

Anzeige – 30.03.2021

„… immer für individuelle Lösungen sorgen“ war damals eine Empfehlung. Daran hat sich nicht viel geändert.

Voraussetzungen der Kinder, Vorgehensweisen der Lehrkräfte, Umfang und Gestaltung von Online-Unterricht sowie Aufgabenpensum sind sehr unterschiedlich, sodass verallgemeinernde Hinweise kaum möglich sind.

Folgendes Beispiel gibt einen Einblick, wie individuelle Lösungen für die Gestaltung der Lernzeit gefunden werden können. Eltern sind wichtige Unterstützer, indem sie die Arbeitsplätze der Kinder organisieren, ansprechbar für Fragen sind, für ein gesundes Zwischenfrühstück und Bewegungspausen sorgen sowie die „Schulzeit“ begrenzen.

Darüber hinaus ist meist eine Menge an organisatorischen Arbeiten und technischem Support zu leisten: Da sind Materialien abzurufen, gegebenenfalls auszudrucken, zu sortieren, zu portionieren, und schließlich ist der Rücklauf an die Lehrkräfte zu organisieren. Auch fehlt den Kindern häufig das wichtige unmittelbare Feedback der Lehrer: Das müssen die Eltern dann übernehmen, obgleich sie nicht die richtigen Personen dafür sind.

Auch für die Planung von Freizeitaktivitäten brauchen Familien gerade viel Kreativität. Wie kann man es schaffen, kleine Highlights zu setzen? Wenn Unternehmungen nur eingeschränkt möglich sind, ist es vielleicht das gemeinsame Würfelspiel oder das gemeinsame Backen, das alle bestärkt und in anderen Situationen als die des Homeschoolings zusammenfinden lässt.

Am wichtigsten ist es jedoch, dass wir über die zurückliegenden Monate gelernt haben, auf das zu schauen, was unsere Kinder schaffen. Dem Kind sagen: „Alles, was du schaffst, ist gut.“ Es ist nicht selbstverständlich zu erwarten, dass Kinder und Eltern die Aufgaben in dieser Zeit vollkommen reibungslos bewältigen.

In sehr schwierigen Situationen sollte man sich auch nicht scheuen, Hilfe bei schulpsychologischen Beratungsstellen, Schulsozialarbeiter oder Erziehungs- und Familienberatungsstellen zu suchen. Manchmal hilft es auch schon, sich per Telefon oder Videochat mit Großeltern und Freunden auszutauschen.

Weiterführende Links:
https://www.duden-institute.de/Infothek/Informationsfilme/11270_Lernvergnuegen.htm
https://www.duden-institute.de/Infothek/11283_Lerntherapie_Podcast.htm

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Ute Eisenblätter

Autorin:
Ute Eisenblätter ist Dipl. Pädagogin und wissenschaftliche Leiterin des Duden Institutes Darmstadt und Mutter von zwei Kindern
https://www.duden-institute.de/Standorte/Darmstadt

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