Kind lernt laufen

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Wissenswertes über das Loben

28.01.2016

An sich mag das Loben etwas ganz Selbstverständliches und Alltägliches darstellen. Dennoch bieten sich hierbei gewisse Stolperfallen.

Diese lassen sich aber relativ einfach vermeiden, wenn man sich beim Loben an einigen wesentlichen Aspekten orientiert. Ein wichtiger Punkt besteht darin, schon kleine Schritte zu loben.

Je nach dem individuellen Leistungsniveau eines Kindes sollte jeder kleine Fortschritt aufmerksam beobachtet und durch ein Lob gewürdigt werden. Ebenso bedeutsam ist es, beim Loben möglichst genau zu benennen, was gut gewesen ist. Zum Beispiel könnte man dem Kind sagen „Ich finde es prima, wie du dich beim Lösen der Aufgabe bis zum Ende konzentriert hast.“

In jedem Fall sollte ein Lob möglichst unmittelbar ausgesprochen werden, nachdem das Kind ein erwünschtes Verhalten gezeigt hat. Denn nur so kann das Kind den Bezug zur entsprechenden Tätigkeit erkennen.

Auch empfiehlt es sich, so oft zu loben, wie es geht. Allerdings gilt es dabei weder zu übertreiben noch in ein mechanisches Loben zu verfallen, das irgendwann gar nicht mehr ernst gemeint ist. Denn ein Lob muss auf jeden Fall immer authentisch sein. Eine der schwierigsten Herausforderungen besteht darin, Kritik und Lob niemals miteinander zu vermischen.

Nur wenn ein Lob als solches stehen gelassen wird, also ohne nachfolgende Korrekturen oder gut gemeinte Verbesserungsvorschläge, so kann es seine wohltuende und stärkende Wirkung entfalten.

Und nicht zuletzt ist es sehr bedeutsam, bereits die Bemühung eines Kindes loben und nicht allein die erbrachte Leistung, die sich in den Schulnoten wiederspiegelt. Wenn ein Kind spürt, dass seine Mühen und Anstrengungen gewürdigt werden, so wird es in der Lage sein, sich zukünftigen Herausforderungen selbstbewusst zu stellen.

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Benedikt Wencek

Autor:
Beneditk Wencek ist staatlich anerkannter Sozialpädagoge, Systemischer Berater und Lerntherapeut mit eigener Praxis in Darmstadt-Arheilgen
http://www.fibula-praxis.de/

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