Man sieht ein Mädchen und einen Jungen vor dem Laptop sitzen

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Wer hat Angst vorm Internet?!

01.06.2023

Ob analog oder digital, es kommt immer darauf an, wie wir uns schützen und wie verantwortungsbewusst wir mit unseren Ressourcen umgehen – und wie wir unsere Erfahrungen weitergeben.

Während wir Erwachsenen Angst vor Datenklau und Hackerangriffen haben, sind unsere Kinder ganz anderen Gefahren ausgesetzt: manipulierende Kettenbriefe, antidemokratische Sticker oder pornografische Inhalte sind nur wenige Beispiele, die auf die Handys via Messenger-Dienste und Soziale Netzwerke geraten, sobald die entsprechenden Apps installiert sind.

Jugendmedienschutz funktioniert im Internet leider nur begrenzt, an dieser Stelle ist Hilfe zur Selbsthilfe angesagt: Ortungsdienste deaktivieren, Konto auf privat stellen, öffentliche Sichtbarkeit verbieten, unerwünschte Kontakte blockieren. Und Löschen! Damit verschwinden Hass und Häme nicht, doch schützt es die eigene Timeline, wenn toxische und angstmachende Inhalte entfernt werden. Während die Kinder also besser wegschauen sollten, sind wir Eltern im Gegenteil zu „Schau hin!“ aufgefordert, wie die gleichnamige Initiative heißt, die an dieser Stelle nur empfohlen werden kann.

Eine der besten Maßnahmen ist mit seinen Kindern zu reden, sie für kritische Inhalte zu sensibilisieren und ihnen Mut zu machen, sich im Zweifelsfall zu wehren und nicht einschüchtern zu lassen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum! Dazu gehört gemeinsames Reflektieren über Hashtags, Influencer und Trends – ein Austausch auf Augenhöhe über die Qualität der Inhalte. Um damit klarzukommen, bedarf es unser aller Unterstützung und Aufklärung. Damit der Angst vor Unbekanntem mit Wissen und Selbstbewusstsein begegnet werden kann.

Ilona Einwohlt

Autorin:
Ilona Einwohlt ist Autorin und Bildungsreferentin beim MuK (Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V.) mit den  Schwerpunkthemen Kinder- und Jugendkultur, digitale Lebenswelten und Mädchenbildung.
www.muk-hessen.de

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